Pfadi-Road-Trip –-> Ungarn wir kommen!

Dieses Jahr hat sich die Pfadistufe dazu entschieden, Ungarn zu erkunden! Bei der Auswahl des Reiseziels war den Kids nur Eines wichtig – Sonne & Wasser – schließlich sind Sommerferien! Bei dem Programm waren sich auch alle schnell einig – 1 Woche *Abenteuer* & 1 Woche *Chillen* – ganz Pfadi-like eben 😉

So starteten wir am 07. August mit unseren Autos in Richtung Osteuropa! Mit gepacktem Hänger, dem 9-Sitzer und Ääl’s PKW hieß es früh morgens – „Tschööö Lank, bis in 2 Wochen!“ Vor uns lag nun eine lange Autofahrt. Während die Kids ihren Schlaf fortsetzten, konnten die Leiter noch etwas entspannen und die Ruhe genießen 😉

Nach über 10 Stunden haben wir dann unser erstes Zwischenziel erreicht – Passau. Und nun fing das Abenteuer an, denn die Schlafunterkünfte für die erste Woche waren nicht im Vorhinein geplant, damit wir flexibel bleiben konnten. Aber für uns natürlich kein Problem 😉

Nachdem wir uns Grünflächen rund um die Innenstadt rausgesucht haben, sind wir schnell fündig geworden. Direkt am Fluss „Inn“ haben wir einen Ruderverein aufgespürt, der uns sehr anlachte. Also, Halstuch an, Rucksack auf, Lächeln aktivieren und los geht’s! Schnell konnten die Pfadis den Hausherren davon überzeugen, uns ein Stück Wiese für eine Nacht zu überlassen.  Gleichzeitig standen uns auch die sanitären Anlagen des Vereins zur Verfügung – Jackpot – eine warme Dusche und saubere Toiletten 😉  Zu allem Glück hat uns der nette Herr sogar abends noch mit frischem Leberkäse, Würstchen, Brötchen und Laugenbrezeln beglückt. Da wir allerdings schon unsere Trangia-Mahlzeit intus hatten und auch schon bereit für die Nacht im Schlafsack lagen, haben wir uns das Schmankerl für das Frühstück aufgehoben. So konnten wir uns nach einer etwas kühlen und feuchten Nacht gut gestärkt am nächsten Morgen auf die Weiterreise machen. Danke lieber Rudermann 😉

Unser nächstes Ziel – Budapest. Nach einer heißen, endlos scheinenden Fahrt kamen wir endlich dort an. Angepeilt hatten wir einen Pfadfinderzeltplatz, irgendwo im Nirgendwo. Aber egal, Hauptsache Platz zum Entspannen, Duschen und Toiletten. Schnell bauten wir unsere Schlaf-Tarps auf und richteten uns ein.

Am nächsten Tag stand ein City-Ausflug auf dem Programm. Mit den Autos erreichten wir schnell die Innenstadt von Budapest. Dort schlenderten wir in Kleingruppen durch die Straßen. Nach 2-3 Stündchen und einem Einkaufsstopp ging es wieder zurück zum Quartier. Dort haben wir nach dem Abendessen noch eine sehr ausgedehnte Runde – nein, mehrere ausgedehnte Runden – Werwolf gespielt. Gegen Mitternacht hieß es dann für die müden Werwölfe „Gute Nacht, ab in den Schlafsack“.

  1. August: Wir schlafen aus J Da wir aber weiterziehen wollten, hieß es nach dem Frühstück, abbauen und Autos packen. Um das überaus heiße Wetter zu nutzen und ertragen, steuerten wir einen Rutschenpark in der Nähe des berühmten Hungarorings an – ganz zur Freude der Pfadis – und natürlich auch der Leiter J. Dort verbrachten wir zum Nachmittags-Tarif 4 abkühlende und spaßige Stunden.

Am Abend war aber noch eine Frage offen – wo schlafen wir? Da wir müde vom Plantschen waren und es bald dunkel wurde, haben wir im unmittelbaren Umfeld nach einem kleinen Fleck Wiese gesucht. Nach kurzer Diskussion und Überlegung unter den Leitern haben wir uns auf einem Berg direkt gegenüber dem Hungaroring niedergelassen. Wir bauten ganz offen unsere Tarps auf und ließen unsere Autos in der Feldeinmündung stehen, um den Anschein zu erwecken, wir sind legal hier 😀

Der Platz schien auch beliebt bei den Einheimischen zu sein. Aufgrund der tollen Aussicht kamen mehrere Leute vorbei, um z.B. Fotos zu machen. Unter anderem ein netter Lehrer, der sich während seines längeren „Fotoshooting“ freudig mit unseren Kids unterhielt. Nach einem abendlichen Telefon-Geburtstagständchen für unsere Küchenfee Sitha, konnten wir dort auch ungestört die Nacht verbringen.

Für den nächsten Tag haben wir uns für eine Besichtigung einer Tropfsteinhöhle nahe Budapest entschieden. Dort konnten wir bei einer kleinen Führung bei kühlen 12 Grad das Phänomen der Natur bewundern und gleichzeitig ein bisschen abdampfen, denn das Wetter ließ uns immer noch bei über 30 Grad ganz schön schwitzen. Da das Areal vor der Höhle gemütlich mit Tischen, Bänken und Sonnenschirmen hergerichtet war, konnten wir dort den Tag mit Gesellschaftsspielen ausklingen lassen und sogar mal richtig auf Tischen kochen J Spinat, Pü, Rührei – Yammy 😉

Leider konnten wir dort die kommende Nacht nicht verbringen, da es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelte und wir eine schriftliche Erlaubnis bräuchten. Also hieß es wieder, suchet und findet. Der Verwalter des Areals empfahl uns ein nahegelegenes Stück Wäldchen direkt neben dem Parkplatz. Nach einer kleinen Erkundungstour fanden wir unweit unserer Autos ein kleines Fleckchen Wiese, direkt neben einem ehemaligen Bergbunker. Nungut, es war spät und wir wollten ja nur ein paar Stündchen schlafen und dann weiterziehen…

Pustekuchen….wir lagen keine Stunde im Mümmelsack, da zog plötzlich ein leises Windchen auf. Das Gebrummel hatten wir nicht direkt als Donner identifiziert, doch kurz darauf blitze es am Himmel (die Kinder haben das schon Ewigkeiten vorher beobachtet, aber warum was sagen :P). Danach dauerte es nur wenige Minuten und wir bekamen die ersten Regentropfen ab. In Windeseile hieß es dann – Sachen packen und raus dem Wald! Denn der Wind entwickelte sich schnurstracks zu echten Sturmböen. Binnen gefühlten Sekunden waren wir alle wieder oben an unseren Autos. Die Kinder suchten Schutz im Bulli, und die Leiter beratschlagten sich über das weitere Vorgehen. Zum Glück hatte der Regen nachgelassen, aber der Wind war überaus extrem. Da es nun schon fast Mitternacht war, war die Chance, eine Unterkunft zu finden, quasi Null…die Idee, weiterzufahren machte uns auch nicht viel Hoffnung, da die Campingplätze, die wir am nächsten Tag abklappern wollten, in der Regel auch schon geschlossen hatten. Also…was blieb uns übrig? Genau, eine Nacht im Auto…die Kinder haben sich im kompletten Bulli verteilt und wir Leiter haben nach Aufbau eines Windschutzes mit Hilfe des Hängers und Rucksäcken draußen geschlafen. Es war zugegeben eine sehr unruhige, laute und extrem sandige Nacht -.- Bepudert vom Sand sind wir am nächsten Morgen erwacht und haben uns schnellst möglichst auf den Weg gemacht, denn die letzte Dusche war schon was her…

Unser Ziel: ein Campingplatz. Nach einer kleinen Recherche haben wir uns einen netten Campingplatz direkt an einem Badesee rausgesucht. Navi an, los geht’s! Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass der Platz geschlossen war und nur noch der Badesee genutzt wird. Der Herr am Eingang empfahl uns einen anderen Platz, nur wenige Minuten entfernt. So klapperten wir die Campingplätze rund um den See ab und fanden schließlich unseren Platz. Ein netter Pächter, ein Stück Wiese direkt am Wasser und nuja, akzeptable sanitäre Anlagen ^^

Hier verbrachten wir die nächsten 2 Nächte. Die Kids konnten tagsüber schwimmen, angeln, Bötchen fahren, und abends haben wir alle vorhandenen Spiele eingepackt und haben es uns an der Anmeldung an den Tischen gemütlich gemacht 😉

So, die erste abenteuerliche Woche neigte sich langsam dem Ende zu. Schließlich stand noch 1 Woche Chillen auf dem Programm. Im Vorhinein hatten wir bereits eine Pension/Hostel nahe dem Plattensee gebucht. Doch man weiß ja nie, was einen vor Ort erwartet…

Nach guten 2 Stunden Autofahrt kamen wir nun an – im Hostel Veronika 😀 und wir hatten Glück! Zimmer, Aussicht, Terrasse, Umgebung, Vermieterin – alles tippi-toppi! Hier konnten wir unsere letzten Tage in vollen Zügen genießen! Der See war direkt auf der anderen Straßenseite. Neben ausreichendem Plantschen im Balaton stand noch ein kleiner Ausflug nach Siofok inkl. Minigolf-Challenge und der Besuch eines kleinen Parks auf dem Programm.

Natürlich gingen die 2 Wochen viel zu schnell vorbei! Und so hieß es auch schon wieder bald, ab nach Hause…schließlich lagen noch 1.200 km vor uns. So packten wir am Freitagabend unsere Sachen und gingen zum Abschluss noch mal ordentlich Pizza essen 😉

Leider verlief die Rückfahrt nicht ganz so problemlos wie erhofft. Mitten auf der Autobahn in Ungarn machte unser Bulli schlapp – die Lichtmaschine hat den Geist aufgegeben. Die ganze Tortur hat uns schlappe 6-7 Stunden gekostet…aber wie dem auch sei, es ist nichts passiert und wir sind nachts (morgens?) um halb 5 gut in der Brex angekommen 😀 Vielen Dank nochmal für die spontane Hilfe an Stefan, die Lagerleitung und den Pfaditrupp aus Koblenz, in deren Schutzhütte wir schlafen durften!

So war die Strecke am Sonntag nur noch ein Klacks für uns! Gestärkt mit einem Döner im Bauch traten wir die letzten 150 km an und konnten pünktlich um 16 Uhr unsere Mamis und Papis in die Arme schließen!

Es war ein tolles Lager! Danke an alle, die dabei waren & mitgewirkt haben!

Gut Pfad

Danni *Pü*

 

 

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